Ausstellung im Kaplus50, ab 23.3. 2017- Oktober 2017 - Jörg Reimann: It’s about time, Fotografie

Einladung zur Vernissage am 23. März 2017, um 19 Uhr

Einführung: Peter Gautel

Zeit lässt sich nur in ihren Wirkungen darstellen… Dies zeigt der Fotograf und Wissenschaftler Jörg Reimann in verschiedenartiger Weise:  durch Panoramaaufnahmen von Straßenzügen, in großem zeitlichen Abstand fotografiert; durch Fotos von Piktogrammen/Werbeträgern in unterschiedlichen Abnutzungszuständen. Die Ausstellung ist die aktualisierte Version der Ausstellung  im Landgericht Baden-Baden, 2016.Siehe auch http://reimannjoerg.de/.http://reimannjoerg.de

Vita:

J.R. (* 1944) beschäftigt sich seit seiner Jugend intensiv mit Fotografie. Er studierte Ingenieurwissenschaften und war (und ist noch) im Bereich der naturwissenschaftlichen Forschung tätig.

Die Fotografie hat ihn nie losgelassen; selbst in seinen wissenschaftlichen Arbeiten waren bildgebende Messverfahren oft wesentlicher Bestandteil. Die Fotografie wurde Mitte der neunziger Jahre wieder zum privaten Schwerpunkt, als er begann die morbide Ästhetik der verlassenen Fabrikhallen der ehemaligen Industrieanlage IWKA zu fotografieren, dem jetzigen Ort des Karlsruher Zentrums für Kunst und Medientechnologie, ZKM.

Hierdurch kam es zu einer Zusammenarbeit mit Künstlern in großen Gruppen-Projekten, speziell das PROJEKT 99,9999999999999% AUS LEEREM RAUM von 1989 hatte eine enorme Resonanz und wesentlichen Einfluss auf die Standortwahl des ZKM. (Das Buch 99,9% und mehr, von J.R. ist bei der Vernissage zum Sonderpreis erhältlich) Nach Jahren der Konzentration auf kommerzielle Fotografie wandte sich J.R. wieder verstärkt der freien künstlerischen Fotografie zu. Bei der 1. Fotobiennale Achern (5. - 8. 5. 2016) belegte er den dritten Platz.

Zur Ausstellung:

Zeit kann zwar höchst genau gemessen werden, aber sichtbar machen kann man sie nicht. Die Fotografie kann zumindest die Wirkungen der Zeit zeigen. Dieses Thema ist Herausforderung für den Fotografen und Wissenschaftler Jörg Reimann. In teils großformatigen Fotoarbeiten wird das Thema auf verschiedenartige Weise interpretiert:  Unscheinbare Motive aus der Natur und dem Umfeld der Menschen werden zu Symbolen der Zeit und Vergänglichkeit, Sattelitenschüsseln kontrastieren bröckelnde alte Bürgerhausfassaden, Panoramaaufnahmen von Straßenzügen, in großem zeitlichen Abstand fotografiert, zeigen die Veränderungen im Leben der Menschen. Und Sequenzen von Fotos mit Fußgängerpiktogrammen visualisieren das Fortschreiten der Zeit durch das zunehmende Verschwinden der Strukturen.

Es ist der Blickwinkel auf das oft scheinbar Unscheinbare, das zum anregenden Bild wird.

 

 

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