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Abgrenzung – egal in welchen Kategorien – ist unserer Ansicht nach nicht sinnvoll, um eine intakte, gut besuchte Begegnungsstätte zu betreiben.

Gab es damalig traditionelle, gut funktionierende und in sogenannter „Ehrenamtsarbeit“ verwaltete Begegnungsstätten, deren Ziel die soziale und kulturelle (Frei-)Zeitgestaltung für und von Menschen im Rentenalter war, ist heute eine „Lebensaltersabgrenzung“ nicht mehr angebracht. Das hat viele Gründe. Konnten früher arbeitsintensive Tätigkeiten innerhalb einer Gruppe durch jüngere Mitglieder erledigt werden, leiden heute solche Gruppen unter Nachwuchsmangel. Das hat einerseits biologische Gründe – Menschen, die im Jahr 2015 das Rentenalter erreichen, fühlen sich nicht wie Rentner einer Generation zuvor. Ein anderer Grund dürfte jedoch in der sogenannten „Leistungsgesellschaft“ zu finden sein, in der zunehmend die sozialen Sicherheitssysteme ausgedünnt, oder gar gänzlich abgeschafft werden. Die Sicherheit der Nachkriegszeit, des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufschwungs bis in die siebziger Jahre, ging seit dem Jahr 1989 ff. verloren. Arbeitsplatzverlust – vor allem in der zweiten Dekade des Arbeitslebens – kommt meist einem Abstieg in die tiefsten Niederungen des ökonomischen Daseins gleich. So wird sich jeder überlegen, ob er seine Zeit nach der anstrengenden Arbeitszeit mit aufwendigen Tätigkeiten im ehrenamtlich organisierten Seniorenbereich verbringt.

Andererseits verlangen bürgerschaftliches Engagement, Inklusion und Integration nach Betätigungsfeldern und Zentren. Ein solches Zentrum wollen wir schaffen. Wir wollen die traditionelle „Senioren-Arbeit“ weiterführen, aber auch weiterentwickeln. Wir wollen Synergien nutzen, die durch verschiedene, sich in der Begegnungsstätte treffende Gruppen, entstehen.

Wir wollen Brücken schlagen, die durch die Abgrenzung der Generationen voneinander notwendig geworden sind. Wir wollen Menschen mit sogenannten „Handicaps“, also meist körperlich beeinträchtigten Menschen, die Möglichkeit verschaffen, sich zu treffen. Frei und autonom. Wir wollen sogenannten „Minderheitsgruppen“ die Möglichkeit geben, sich nicht mehr als Minderheit verorten zu lassen, sondern ganz normaler Bestandteil unserer Gesellschaft zu sein. Wir wollen zum „Quartierstreff“ werden, das sich nicht durch die Kriegsstraße abgrenzt. Wir wollen Ort kultureller und künstlerischer Aktivitäten sein. Stätte gemeinsamer Aktivitäten.

 

Klaus Lustig

März 2015

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